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Wabern, 18. August 2026 – Die künftige Stiftung «Ortskern Wabern» begrüsst das Vorhaben der Gemeinde Köniz, die historische Brauereiwirtschaft in Wabern -heute als Heitere Fahne genutzt – langfristig als Begegnungsort zu sichern.
Seit 2013 betreibt die Heitere Fahne nach einem längeren Leerstand in der über 150 Jahre alten Brauereiwirtschaft in Wabern mit grossem Engagement einen kulturellen und sozialen Betrieb, der für sein vielseitiges Angebot mehrfach ausgezeichnet wurde. Doch der ortsbildwirksame und denkmalgeschützte Komplex mit originalem Theatersaal ist zunehmend in schlechtem Zustand. Ohne eine grundlegende Sanierung ist eine künftige Nutzung stark gefährdet.
Mit einem Landabtausch zwischen der Gemeinde Köniz und der privaten Eigentümerschaft und der Übergabe der alten Brauereiwirtschaft im Baurecht an eine neue Stiftung bietet sich nun die einmalige Gelegenheit, die historischen Gebäude langfristig zu erhalten und den Ortskern Wabern als traditionellen Ort der Begegnung weiterzuführen.
Damit kann die Gemeinde einen grundsätzlichen Beschluss von 1991 nach 35 Jahren doch noch umsetzen. Damals hatte der Könizer Gemeinderat beschlossen, dass sich die Gemeinde «finanziell im Projekt Brauereiwirtschaft engagieren will».
Die Stiftung hofft, dass der politische Genehmigungsprozess im Könizer Gemeindeparlament und in der Volksabstimmung zügig vorangeht. Sobald das Vorhaben politisch genehmigt ist, soll die Stiftung formell gegründet werden. Darauf beginnt das Fundraising zur Äufnung der nötigen Geldmittel für die Sanierung – aus privaten und öffentlichen Quellen. Bisher ist die Absicht der Gemeinde zu einem Einschuss in die Stiftung sowie die Zusage einer privaten Stiftung bekannt. Eine Grobkostenschätzung sieht je nach Ausbauschritten einen Bedarf von 6 bis 10 Millionen Franken für die umfassende Sanierung und Renovation des Gebäude-Ensembles und Anpassungen an heutige Brandschutz-, Lärm- und weitere Standards vor.
Die künftige gemeinnützige und öffentliche Stiftung ist derzeit im Aufbau. Einige designierte Stiftungsratsmitglieder haben ihre Mitarbeit bereits zugesichert: Pascal Coullery, Wabern, Dozent für Sozialrecht, Berner Fachhochschule; Marlen Lanz, Bern, Architektin; Mario Tuor, Wabern, ehem. Kommunikationsleiter Staatssekretariat für internationale Finanzfragen. Weitere werden zurzeit angefragt, darunter auch zwei von der Gemeinde berufene Vertretungen.

Weitere Auskünfte: Mario Tuor, des. Stiftungsratsmitglied, 076 515 23 72, mario.tuor@freiraumpalast.ch